Aus unserer Geschichte
1972 schlossen sich Eltern autistischer Kinder unter Vermittlung von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes der Stadt Hannover zusammen, um eine wirkungsvollere Hilfe für ihre Kinder zu erreichen.
1973 wurde der Verein zur Förderung autistischer Kinder e.V. gegründet. Die Eltern stellten sich von Anfang an die Aufgabe, eine bessere Förderung und Therapie ihrer Kinder zu organisieren. Erste Vorsitzende war Frau Birschel.
1974 konnte mit der Arbeit an den Kindern stundenweise begonnen werden. Das Gesundheitsamt unterstützte das Projekt.
1975 wurden bereits 10 autistische Kinder in einer kleinen Förderstätte versorgt, 20 weitere Kinder ambulant gefördert.
1977 fand der Verein ein großes schönes Domizil, das "Dietrich-Bonhoeffer-Haus" in der Bemeroder Str. 8. Eigentümerin war die Landeskirche. Hier befinden sich noch heute große Teile der Einrichtung. Es ist auch Sitz des Vereins.
Nun konnten 28 Kinder ihren Bedürfnissen entsprechend speziell gefördert werden.
Sehr bald zeichnete sich ab, dass für einzelne Kinder eine Internatsbetreuung als Krisenintervention notwendig wurde. Deshalb wurde ein 5-Tage-Internat eingerichtet.
1984 wurde eine weiterführende Maßnahme für die über 18- jährigen autistischen Jugendlichen notwendig, die dem Therapiezentrum entwachsen waren. Nach langem Suchen wurden sie in der Tagesförderstätte der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung Körperbehinderter mbH aufgenommen.
Mitarbeiter unseres Therapiezentrums wechselten zugunsten der Jugendlichen in den neuen Aufgabenbereich hinüber, um Kontinuität in der Förderung sicherzustellen.
1985 wurde das Therapiezentrum als Tagesbildungsstätte anerkannt, in welcher die Kinder ihrer Schulpflicht nachkommen können.
1986 entstand in Hannover, Grünaustr. 15, in Zusammenarbeit mit der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung Körperbehinderter mbH eine erste Wohngruppe für sieben autistische erwachsene Menschen.
1992 entstand eine weitere Wohngruppe in Celle-Altencelle. An dem Aufbau dieser Wohngruppen waren der Verein und die betroffenen Eltern maßgeblich beteiligt.
1994 war ein schwieriges Jahr für die Einrichtung: Das Dietrich-Bonhoeffer-Hauswurde grundlegend saniert. Kindergarten und Tagesbildungsstätte mussten in eine provisorische Unterkunft ziehen, das Internatsangebot konnte nicht aufrechterhalten werden. Die Belegungszahlen sanken rapide, die Einrichtung war wirtschaftlich existentiell bedroht.
In diesem Jahr war auch der Untergang der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung Körperbehinderter mbH zu beklagen. Um die Einrichtungen zu erhalten, gründete der Verein mit drei weiteren Gesellschaftern die Gemeinnützigen Gesellschaft für integrative Behindertenarbeit mbH(GiB).
Die GiB führte die nach dem Bundessozialhilfegesetz finanzierten Einrichtungen der erloschenen Gesellschaft fort, in welcher der Verein seit 1987 Minderheitengesellschafter war.
1995 erfolgte der Wiedereinzug in das Dietrich-Bonhoeffer-Haus. Unter dem neuen Betriebsführer des Therapiezentrums, Herrn Dipl. Kaufmann Markus Kriegel, erholte sich die Einrichtung zügig. Er ist seitdem auch Geschäftsführer der GiB.
1999 wurde durch die GiB in Hannover, Grünaustr. 15 a eine dritte Wohngruppe für autistische Erwachsene errichtet.
2000 eröffneten wir unweit von Hannover, vor den Toren Hildesheims, in der Ortschaft Giesen zwei Wohngruppen für jeweils sechs autistische Kinder.
Auch das Internat zog in dieses Haus um, so dass die Tagesbildungsstätte durch die frei gewordenen Räumlichkeiten um eine weitere Gruppe vergrößert werden konnte.
2002 ging die Trägerschaft der angewachsenen Einrichtungen vom Verein auf die neugegründete Therapiezentrum gemeinnützige GmbH über. Geschäftsführer ist seit Beginn Herr Markus Kriegel.
2006 werden in Tagesbildungsstätte und Sonderkindergarten 35 Kinder gefördert, durch die Ambulanz ca. 50, in den Kinderwohngruppen 12. Die Therapiezentrum gGmbH hat das Anwesen Bemeroder Strasse 8 von der Landeskirche erworben.
