Unser Verein und der Träger unserer Einrichtungen
Der „Verein zur Förderung autistischer Kinder e.V.“ hat das Therapiezentrum vor vielen Jahren gegründet. Die Kinder, mit deren Förderung damals alles begann, sind jetzt erwachsen.
Der Gedanke, ihren Kindern ein Leben mit guter Zukunft zu sichern, war und ist ausschlaggebend für das ehrenamtliche Engagement vieler Eltern im Verein. Unsere Kinder werden zeitlebens auf Unterstützung in allen Bereichen angewiesen sein. Um eine günstige Zukunftsperspektive zu schaffen, sind umfassende Maßnahmen erforderlich.
Um die Entwicklungschancen bestmöglich zu nutzen, sind autismusspezifische Förderung, inhaltlicher Unterricht in einem der Behinderung angemessenem Umfeld, Assistenz bei der Ausbildung und in der Arbeitswelt unverzichtbar. Beratung hinsichtlich des Umgangs mit den autistischen Verhaltensweisen des Kindes und bei bestimmten Anlässen, z.B. während des Diagnose-Prozesses und bei der Einschulung, ist für die Eltern sehr wichtig. Krisensituationen erfordern gemeinsame Anstrengungen aller Bezugspersonen. Auch die Vernetzung der betroffenen Familien mit dem Ziel, sich gegenseitig zu unterstützen, Informationen auszutauschen und Freizeit miteinander zu teilen ist eine nicht zu unterschätzende Hilfe. Aufgrund der permanenten Belastungen zu Hause ist unbedingt auch eine zeitweilige Entlastung der Familien von den Betreuungsaufgaben vonnöten. Die Wohnsituation der erwachsenen Kinder muss geklärt werden. Schließlich wäre eine bessere Akzeptanz autistischer Menschen in der Gesellschaft wünschenswert.
Die Umsetzung dieser Aufgaben ist Ziel des Vereins. Die Einrichtungen Tagesbildungsstätte mit Sonderkindergarten, Ambulanz und Wohngruppen leisten dabei Wesentliches. Mit Gründung der Therapiezentrum gGmbH im Jahre 2002 hat der Verein die direkte Verantwortung als Träger abgegeben. Er begleitet aber Betrieb, Unterhalt, und Konzeptionen im Rahmen der Gesellschafterversammlung.
Darüber hinaus bleibt aber noch genug zu tun. Wenn Eltern sich mit der Diagnose „Autismus“ bei ihrem Kind auseinandersetzen müssen, ist es hilfreich, in anderen Eltern Ansprechpartner zu haben. Seminare, Gesprächskreise und Freizeitangebote können Anlaufstellen sein.
Sorge bereiten die knapper werdenden öffentlichen Mittel, die den Einrichtungen, die über Pflegesätze finanziert werden, zur Verfügung stehen. Wir möchten, dass unsere Kinder auch in Zeiten knapper Kassen so betreut, unterstützt und versorgt werden, dass sie sich ihren Anlagen entsprechend so gut wie irgend möglich entfalten können.
Auf Bundesebene ist der Verein in den Dachverband „Autismus Deutschland e.V.“ eingebunden, dessen Regionalverband Hannover er ist.
Verein und Therapiezentrum gGmbH sind Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover.
Der Verein hat ca. 200 Mitglieder. Er finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Bußgeldern. Von den Eltern der in den Einrichtungen betreuten Kinder wird erwartet, dass sie dem Verein beitreten. Damit sind sie auch dem Bundesverband angeschlossen und beziehen dessen halbjährlich erscheinende Informationsschrift und haben Zugang zu bundesweit angebotenen Fortbildungen zum Thema Autismus.
