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Musik und Rhytmik

Da autistische Kinder häufig über Musik zugänglicher sind, dient diese therapeutische Maßnahme nicht nur zur Erweckung und Entfaltung der schöpferischen Kräfte, sondern auch zur nonverbalen Kommunikation, in die Töne und Rhythmus dialogisch einbezogen werden. Zu einer gemeinsamen musikalischen Interaktion sind selbst schwerst beeinträchtigte Kinder in der Lage. Beim aktiven Musizieren kann das Kind Beeinträchtigungen und Stereotypien überwinden und leichter Ansätze für neue Handlungsmodalitäten entfalten, die es in seiner gesamten Entwicklung unterstützen.

Kunsttherapie

Die Kunsttherapie ist eine Therapieform, die die heilende, fördernde und stärkende Kraft des gestalterischen Tuns nutzt. Ihre nichtsprachliche Form bietet autistischen Kindern ein ergänzendes Spektrum an Ausdrucks- und Mitteilungsmöglichkeiten. Die Objekte und Bilder, die entstehen, zeigen demnach auf symbolischer Ebene das Innere, die Wahrnehmungen, Phantasien, Bedürfnisse, Wünsche, Gefühlsqualitäten und Sorgen der Kinder. Die Kunsttherapie stellt einen geschützten und sanktionsfreien Raum zur Verfügung, in dem sich die Kinder im Umgang mit verschiedenen Materialien und Techniken erproben, sich selbst erleben und sich wahrnehmen können. Dieser Prozess wird von Therapeuten begleitet und mit der Gruppe reflektiert. Es entsteht dadurch ein Dialog. Kunsttherapie spricht die Selbstheilungskräfte und Ressourcen der autistischen Kinder an und fördert ihre Persönlichkeitsentwicklung. Die Erfahrungen, die die Kinder im Gestaltungsprozess machen, ermöglichen ihnen eine Erweiterung ihrer Handlungs- und Lösungskompetenzen.

Psychodrama /Theater- und Rollenspiel

Das Psychodrama nach Moreno ist eine geleitete und ritualisierte Form des szenischen Spiels. Es stellt das autistische Kind mit seinen schöpferischen Potentialen in den Mittelpunkt. Im Fokus stehen Aktion, Bewegung und Handlung, in denen sich die Psyche der Kinder abbildet. Verbale Sprache ist somit zweitrangig. Das Psychodrama ist multidimensionale Begegnungserfahrung, in der die Bühnenwelt eine den Erfordernissen des autistischen Kindes angepasste, reduzierte und überschaubare Welt ist. Das Kind ist Konstrukteur dieser Miniaturgesellschaft. In ihr finden die nicht gelebten oder nur auf der verbalen Ebene der Spezialinteressen geäußerten Rollen in den Mitspielern Resonanz. Das autistische Kind wird durch einen emphatischen Leiter begleitet und durch ihn zu einer spielerischen Auseinandersetzung mit der Welt angeregt. Der Leitende agiert und kommentiert aus seiner Spielrolle heraus. Als Doppelgänger kann er das autistische Kind in seiner Ich-Identität ermutigen und bestärken oder ihm als Spiegelbild den emotionalen Gehalt seiner Handlungen verdeutlichen. Mit dieser verlässlichen und sicheren Stütze wird es dem autistischen Kind möglich, notwendige Entwicklungs- und Lernprozesse  im Spiel nachzuholen sowie Handlungs- und Sozialkompetenzen zu erweitern.